Tradingschule Forex Strategie I


Überladene Charts und von indikatorbasierenden Strategien finden keine Verwendung. Aufgrund der Tätigkeit des Autors als Tester für namhafte Forex Test Portale, in der über 800 kommerzielle Systeme getestet wurden, die allesamt den schnellen Reichtum und Unfehlbarkeit versprochen haben, wurde eine Handelsstrategie entwickelt, die folgende Merkmale aufweist:

– Hoher Gewinnanteil der Trades

– Gute Risk Reward Ratio

– Trades nur in Trendrichtung

– Möglichst auf viele Währungspaare/Indizes anwendbar

– Wenige Trades, dafür aber mit hohem Pips-Potential

– Daytrading oder Swing Trading Strategie anwendbar

Ein hoher Gewinnanteil wird durch trendfolgende Trades und den höheren Timeframe gewährleistet. Diese Strategie findet am H1 Chart und am Renkochart Anwendung, dadurch ergibt sich ein klareres Bild der Gesamtsituation und höhere Take Profits. Aufgrund dieser gibt es auch mehr und bessere Möglichkeiten den laufenden Trade zu managen und auszureizen.

Vorgehensweise

An erster Stelle steht die Trendidentifikation. Diese geschieht durch eine Analyse des D1 Charts. Hier werden die Trendlinien gefunden und eingezeichnet:

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Abbildung : Persönliche Handelsstrategie Trendidentifikation

Im hier gewählten Beispiel ist ein eindeutiger Aufwärtstrend identifizierbar. Wenn auf dem „Lieblingspaar“, hier EURUSD, kein eindeutiger und intakter Trend vorliegt, dann geht man weiter zum nächsten Instrument. Es kommen alle Paare in Frage, die einen niedrigen Spread aufweisen und gute Volatilität vorliegt.

Wenn dies geschehen ist, überprüft man ob Anzeichen einer Trendumkehr vorliegen. Es wird sichergestellt, dass keine Divergenzen vorliegen und die allgemeine Wirtschaftslage des jeweiligen Wirtschaftspaares solide ist. Weiters betrachtet man die angekündigten News für den Tag und die Vorhersagen zu diesen Verlautbarungen.

Ist ein Trend identifiziert und liegen keine Anzeichen für eine Trendumkehr vor, dann folgt der nächste Schritt:

Identifikation der Support & Resistance bzw. des Swing High/Lows

Hierzu öffnet man den H1 Chart, da dieser noch immer wenig „Rauschen“ aufweist, aber trotzdem noch genügend Gelegenheiten bietet um Trades abzusetzen. Ein weiterer Grund ist, dass hier die Profitziele meist über 50 Pips, oft sogar noch mehr, angesiedelt sind und durch die geringere Anzahl der Trades, im Vergleich zum M5 Chart, weniger Spread an den Broker abgegeben wird. Mehr Profit bei weniger Risiko ist hier die entscheidende Überlegung.

Die S&R bzw. das Swing High (bei Aufwärtstrends) oder das Swing Low (bei Abwärtstrend) wird am Chart markiert. Man addiert noch einige Pips, als „Versicherung“ nach oben und unten dazu. Man will einen klaren Sprung über das bisherige Hoch oder auch Tief.

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Abbildung : Persönliche Handelsstrategie S&R identifizieren

Setzen der Pending Orders

Direkt an den Preis-Levels, an denen die Postionen eröffnet werden sollen, werden die Pending Orders gesetzt. Beim Überschreiten der oberen Resistance soll eine Buy Order und beim Unterschreiten der Support eine Sell Order geöffnet werden.

Beim Moneymanagement kommt die alte Faustregel von 0.1 Lots pro USD 1.000 am Trading Account zur Anwendung. Dies bietet immer noch einen anständigen monetären Profit und überschaubare Drawdowns für den Fall, dass der Trade ins Stop Loss läuft.

Trade managen

Geht die Kursentwicklung in die gewünschte Richtung und löst den Trade aus, setzt man sofort ein Stop Loss unter einen markanten Punkt im Chart:

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Abbildung : Persönliche Handelsstrategie SL setzen

In diesem Falle wird das Stop Loss unter das letzte Swing Low am Chart gesetzt, das bereits 3 Mal getestet wurde und gehalten hat. Auch hier werden noch ein paar Pips als „Puffer“ addiert.

Gibt es Anzeichen einer Stagnation des Kurses, wenn sich der Trade schon im Gewinn befindet, dann sollte man das Stop Loss auf das Einstiegslevel nachziehen. Ist dieser Fall eingetreten, hat der Trader einen Gratis-Trade laufen. Er kann keinen Verlust mehr generieren und das ist ein enormer psychologischer Vorteil. Man kann sich voll und ganz auf die Maximierung des Profites konzentrieren. Anfänglich macht man mit Sicherheit viele Trades zu früh zu, da Trader nur Gewinntrades auf dem Kontoauszug sehen wollen. Aber im Laufe der Zeit und mit der Betrachtung all der verschenkten Pips wird sich das legen.

Bildet sich nun im Kursverlauf eine neue Unterstützung heraus, zieht man das Stop Loss sofort auf dieses Level (+/- einiger Pips) nach. Wiederum genießt der Trader die psychologische Befreiung der Sorge über einen Verlusttrade.

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Abbildung : Persönliche Handelsstrategie SL nachziehen

Dieser Vorgang wiederholt sich jedes Mal, wenn sich eine neue Supportlinie (bei Long Trades) und Resistancelinie (bei Sell Trades) herausbildet. Der folgende Screenshot zeigt die verschiedenen Levels auf die die Stop Losses nachgezogen werden, bis der Trade schlussendlich bei einem SL (Kreismarkierung) geschlossen wird.

Abbildung : Persönliche Handelsstrategie SL mehrfach nachziehen:

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Es ist wichtig, diese Form des „Trailing Stops“ zu verwenden, da man sonst Gefahr läuft den Gewinn zu begrenzen!

 

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